Von SarahGrau |
Urkunde

Am 24.05.2023 fand eines unserer Highlights in der Nachhaltigkeits-AG statt. Um zu verstehen, wie es zu letzterem kam, muss man einen kleinen Blick zurückwerfen. 
 

Letztes Jahr im Oktober sind wir durch Frau Oberste-Lehn auf einen Wettbewerb von Edeka gestoßen, in dem es um Lebensmittelwertschätzung und Verschwendung ging. Ein halbes Jahr haben wir uns dann in der Nachhaltigkeits-AG gemeinsam mit Frau Grau, Projekte zu diesem Thema überlegt, Ideen geschmiedet, verbessert und umgesetzt. Zu unseren Wettbewerbsaktionen gehörte u.a. unsere Retterlingskiste (eine Kiste mit nicht mehr verkäuflichen Lebensmitteln eines Edeka Marktes in der Umgebung). Zu unseren Projekten haben u.a. die „Retter*innenküche“, der Besuch bei der  Gärtnerei Fleckhammer, die „Retterlingscafés“ zusammen mit dem Café MITeinander und natürlich der Fairteiler „Brownie“ gehört. Wir waren so begeistert und beschäftigt, dass wir im Laufe der Zeit den Wettbewerb aus den Augen verloren haben. 
 

Vor einigen Wochen kam dann die Überraschung: Frau Grau erzählte uns, dass wir zu den Gewinnergruppen des Wettbewerbs gehörten und zu der Abschlussparty eingeladen worden seien. Anschließend bekämen wir noch Freikarten für einen fünfstündigen Aufenthalt im Europapark. 
 

Am Mittwoch, den 24.05 trafen wir uns um 06.15 Uhr am Bahnhof im Ellental. Nach etwas mehr als 3 Stunden Zug - und Busfahrt (und dreimal Umsteigen) kamen wir schließlich in Rust an. Im Hotel Colloseo, in dem die Preisverleihung stattfand, bekamen wir zuerst einen kleinen Snack. Anschließend durften wir uns im Saal, in welchem die Veranstaltung stattfand an unsere reservierten Tische setzen. Nach einigen Minuten Wartezeit begann die Preisverleihung der Altersgruppe von Klasse 5-7. Nachdem Platz drei und zwei gekürt wurden, stieg bei uns die Spannung. Doch dann kam die Verwirrung. Wir hatten nicht den 1.Platz dieser Altersgruppe belegt, obwohl wir doch eindeutig fast nur Schüler*innen der Unterstufe waren. 
 

„Na gut“, dachten wir, „wir sind eine AG und keine Klasse. Einige Achtklässlerinnen haben wir auch noch. Wir kommen bestimmt in der nächsten Altersgruppe an die Reihe.“ Aber auch bei Klasse 8 und 9 wurden wir nicht aufgerufen. Die Verwirrung war komplett. Wir wurden am Ende tatsächlich in der Gruppe Klasse 10+ aufgerufen. Und zwar auf Platz 1!!!

Es folgten noch ein Gruppenfoto mit allen 130 Schüler*innen, die zur Preisverleihung eingeladen waren und einige Infos zum Schülerwettbewerb im nächsten Jahr. Das Thema lässt sich gut an unser momentanes Thema foodsharing anknüpfen, weshalb wir vorhaben auch nächstes Jahr am Wettbewerb teilzunehmen. 

Der nächste Programmpunkt war das Mittagessen im Hotel, bevor wir ab ca. 12.45 Uhr freie Zeit im Europapark zur Verfügung hatten.

 

Um 16.45 Uhr trafen wir uns wieder, um in den Bus zum Bahnhof zu steigen. Auch auf dem Rückweg hatten wir keine Probleme unsere Anschlusszüge zu erreichen. 
 

Während der Zugfahrt haben einige von uns Dankeskarten an Personen geschrieben, die uns unterstützt haben. Denn diese haben den Preis ermöglicht. Als wir um 20.20 Uhr am Bahnhof im Ellental ankamen, hatten wir einen aufregenden und anstrengenden Tag hinter uns.

Hier einige kleine Ausschnitte der Laudatio zu unseren Beiträgen: 

Es folgt jetzt eine Gebrauchsanweisung, wie man einen ersten Platz gewinnt. Man nehme eine schlagkräftige Gruppe mit vielen Ideen, hier zehn Schülerinnen und Schüler der Nachhaltigkeits-AG, und überlege, was man zum Wettbewerbsthema alles machen könnte. 
... 

Sodann ... besuche man eine Gärtnerei, schreibe Rezepte, beschäftige sich selbst im Schullandheim mit Nachhaltigkeit, mache Umfragen zum Thema Lebensmittelverschwendung und werte diese aus, rechne mit gerettete Mandarinen, stelle einen Fairteiler, den Brownie, auf, mache ein Zoom-Meeting mit der Tübinger Tafel, verleihe gerettete Früchte an eine Kunstlehrerin, damit daraus Stillleben entstehen können. 
 

Beeindruckt? .... Aber für einen ersten Preis reicht das noch nicht! Es braucht noch folgende Zutaten: Zwischendrin immer wieder überlegen, was hat mich an dieser Aktion beeindruckt, was habe ich Neues gelernt und als Sahnehäubchen immer wieder in die Öffentlichkeit, das heißt: Infostände machen, im Jugendhaus und anderswo oder gemeinsam mit der Media AG einen Film über den Brownie machen. ... 

Nachhaltigkeit