Die Arbeit mit Tablets an den Ellentalgymnasien geht auf unsere Teilnahme am landesweiten Schulversuch von 2017 bis 2021 zurück. Seitdem steht vor allem eine Frage im Mittelpunkt: Wie profitieren unsere Lernenden konkret vom digitalen Arbeiten?
Tablets erweitern die Lernmöglichkeiten im Unterricht deutlich. Unsere Lernenden recherchieren eigenständig, vergleichen Quellen kritisch und strukturieren Informationen direkt digital. Sie erstellen Präsentationen, Lernvideos, Podcasts oder digitale Portfolios und präsentieren ihre Ergebnisse unmittelbar im Klassenverband. So werden Arbeitsergebnisse sichtbarer und Lernprozesse nachvollziehbarer.
Gleichzeitig ermöglichen die Tablets individuelles Lernen. Aufgaben können differenziert bearbeitet, Inhalte wiederholt oder vertieft werden. Lernende arbeiten in ihrem eigenen Tempo, erhalten gezieltes Feedback und dokumentieren ihren Lernfortschritt. Das stärkt Selbstorganisation, Verantwortungsbewusstsein und Ausdauer.
Auch die Zusammenarbeit verändert sich positiv: In Gruppenprojekten entstehen gemeinsame Dokumente, Präsentationen oder Medienprodukte. Ideen werden gesammelt, diskutiert und weiterentwickelt. So üben die Lernenden kooperatives Arbeiten, konstruktives Feedback und klare Kommunikation.
Darüber hinaus lernen sie, digitale Werkzeuge reflektiert und verantwortungsvoll einzusetzen. Sie entwickeln Medienkompetenz nicht theoretisch, sondern im praktischen Handeln – durch Recherche, Bewertung von Informationen, strukturierte Dokumentation und kreative Umsetzung eigener Ideen.
Der Einsatz der Tablets unterstützt somit zentrale Fähigkeiten unserer Lernenden: selbstständiges Denken, Problemlösen, Teamarbeit und kritisches Reflektieren. Digitale Werkzeuge werden dabei nicht als Selbstzweck eingesetzt, sondern als Instrumente, die Lernprozesse aktiver, sichtbarer und nachhaltiger gestalten.