Von Florian Faust |

Am Montag, den 9.3., fand an den Gymnasien im Ellental ein pädagogischer Halbtag zum Thema „KI im Unterricht“ statt. Die Lehrkräfte nutzten die Gelegenheit, sich intensiv damit auseinanderzusetzen, wie Künstliche Intelligenz Lehr- und Lernprozesse sinnvoll unterstützen kann. Eingeladen waren Expertinnen und Experten des Zentrums für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL), die in Workshops für die Bereiche Deutsch, Gesellschaftswissenschaften, Mathematik, Moderne Fremdsprachen und Naturwissenschaften in das Thema einführten.
Hierbei erhielten die Teilnehmenden praxisnahe Einblicke in konkrete Einsatzmöglichkeiten von KI-Tools: von der Unterrichtsplanung über die Materialerstellung bis hin zu Korrekturen und personalisiertem Feedback. Zudem stand die Perspektive der Lernenden im Fokus: Wie kann KI helfen, selbstreguliertes Lernen (SRL) zu fördern – also Lernziele zu setzen, Lernwege zu planen, Fortschritte zu reflektieren und Strategien anzupassen?
Der rege Austausch in den einzelnen Fachbereichen zeigte, dass KI in nahezu jedem Schulfach neue Impulse setzen kann – ob beim Entwickeln individueller Lernpfade, beim Aufbau von Sprach- und Schreibkompetenz oder bei der Analyse naturwissenschaftlicher Daten. Darüber hinaus wurde deutlich, dass Grundlagenwissen, fachliche Kompetenzen sowie Schlüsselkompetenzen wie kritisches Denken, Kreativität, vernetztes Denken, Kooperationsfähigkeit und Transferdenken unabdingbare Voraussetzungen für einen sinnvollen Umgang mit KI und für das Lernen und Arbeiten der Zukunft darstellen. Zudem wurde deutlich, dass mit dem Einsatz von KI neue Formen der Leistungsmessung notwendig werden, die stärker den Lernprozess in den Blick nehmen.
Mit dieser gemeinsamen Fortbildung stärkten die beiden Bietigheimer Gymnasien nicht nur die digitale Kompetenz ihrer Lehrkräfte, sondern auch das Bewusstsein dafür, dass verantwortungsbewusster KI-Einsatz Teil moderner Bildungskultur ist.