Florian Faust

Zum zweiten Mal in Folge wurde den Ellentalgymnasien die Auszeichnung „MINT-freundliche Schule“ verliehen. Damit würdigte die Initiative „MINT Zukunft schaffen!” unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel die gute jahrelange Arbeit, die in den Fachbereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) geleistet wird.

Aus den Händen von Thomas Sattelberger, Vorstandsvorsitzender der Initiative „MINT Zukunft schaffen“ nahmender stellvertretende Schulleiter Martin Schmidgall und MINT-Abteilungsleiter Ingo Knesch im Haus des Verbands Südwestmetall in Stuttgart als Vertreter der Ellentalgymnasien Bietigheim Bissingen die Urkunde mit der Auszeichnung „MINT-freundliche Schule“ entgegen. Diese unterstreicht den guten Weg, auf den sich die Schulen und die vielen engagierten Lehrerinnen und Lehrer gemacht haben, um den Unterricht und die außerschulischen Aktivitäten in den naturwissenschaftlichen Fächern zu stärken und voranzubringen.

„In den letzten drei Jahren hat sich im MINT-Bereich der Schulen viel bewegt. Die Ellentalgymnasien nehmen am Schulversuch „Tablets am allgemein bildenden Gymnasium“ teil, haben ab Klassenstufe 8 das neue Profilfach „Informatik, Mathematik und Physik“ (IMP) eingeführt und ermöglichen den Kursstufenschülern die Teilnahme an der Schüler-Ingenieur-Akademie (SIA). Ebenso bin ich froh, dass wir für alle unsere Achtklässler eine Schülerforschungswoche in Adelsheim umsetzten konnten. Diese runden unser MINT-Angebot weiter ab und ermöglichten die erneute Auszeichnung als MINT-freundliche Schule,durch die wir diesen Schwung hoffentlich auch in die nächsten Jahre mitnehmen können“, unterstreicht Ingo Knesch.

Gerade die Schülerforschungswoche für alle achten Klassen in Adelsheim ist dabei eine besondere Bereicherung. Am Landesschulzentrum für Umwelterziehung erhalten die Klassen Einblicke in MINT-Themen wie Nachhaltigkeit am Beispiel regenerativer Energien oder in die Ökosysteme Wald und Wiese. Hier zeigt sich, dass MINT-Bildung weit mehr als eine Vorbereitung auf das Studium und das Berufsleben ist. Sie bildet die Grundlage, die aktuellen wissenschaftlichen und technischen Entwicklungen zu verstehen und kritisch zu hinterfragen.Darüber hinaus wachsen die Klassen bei vielfältigen Praktika und Exkursionen als Gemeinschaft zusammen.

Die „MINT-freundliche Schule“ spiegelt sich auch in den Erfolgen der Schülerinnen und Schüler wider, die in zahlreichen Wettbewerben wie dem „Informatik-Biber“, „Mathematik ohne Grenzen“ oderden Landes- und Bundeswettbewerben für Mathematik mit anderen Schulen wettweifern.

Seit 2017 sind die Ellentalgymnasien von der Initiative „MINT Zukunft schaffen!” ebenfalls als eine der ersten Schulen als "Digitale Schule"zertifiziert. Diese hebt die Bestrebungen hervor, die Themen Digitalisierung, Automatisierung und Vernetzung sowie den Umgang mit digitalen Medien in den Schulalltag einzubinden. Durch Medienbildung, Informatikkurse, IMP und NWT erwerben die Schülerinnen und Schüler beginnend mit der Unterstufe zentrale Kompetenzen, um den Herausforderungen einer zunehmend digitalen und komplexeren Welt gewachsen zu sein.

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Das Kollegium der Ellentalgymnasien bildet sich für die Zukunft fort

Das Schuljahr ging gut los für die Lehrerinnen und Lehrer an den Ellentalgymnasien. In den ersten drei Schulwochen bildeten sie sich abends nach dem Unterricht fort, damit an der Schule digitale Medien den Unterricht verstärkt unterstützen können.

Wie erstellt man Lernvideos? Welche Möglichkeiten gibt es, Schülerergebnisse digital zu teilen oder zu präsentieren? Welche zentralen Apps für den Schulalltag sind empfehlenswert? Durch eine Einführung in die Funktionsweise der wichtigsten Programme und intensive Gespräche lernten die Pädagogen das methodische und didaktische Potential der digitalen Medien näher kennen.

Dank des Schulträgers ist es seit diesem Schuljahr möglich, jedem Lehrer an den Ellentalgymnasien ein Diensttablet zur Verfügung stellen. Hier bieten sich große Chancen, den Unterricht vielfältiger, wirksamer und individueller zu gestalten. „Mithilfe der Tablets ergeben sich völlig neue und innovative Möglichkeiten, gemeinsam zu lernen und zu arbeiten. Das Ziel des Einsatzes digitaler Medien im Unterricht ist es, unsere Schülerinnen und Schüler noch aktiver in das Unterrichtsgeschehen mit einzubeziehen. Dadurch leisten wir gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Medienkompetenz in einer medial geprägten Lebenswelt“, so der Lehrer und Beauftragte für Digitalisierung Stefan Freiesleben, der gemeinsam mit seinem Kollegen Marco Heinzmann die Workshops durchführte.

Am 4. November schließt sich dieser ersten Workshopphase ein pädagogischer Tag an. Hier wird mit Unterstützung von Fachreferenten schwerpunktmäßig die Umsetzung von neuen Unterrichtsideen mithilfe digitaler Medien Thema sein, um Unterricht an den Ellentalgymnasien systematisch weiterzuentwickeln.

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„So geht’s nicht weiter. Krise, Umbruch, Aufbruch” - so lautet das diesjährige Motto des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten. Leoni Burkhardt, Anna Leven, Leslie Rudolph, Laura Sausen und Phillip Yan haben im Rahmen der Geschichts-AG am Wettbewerb teilgenommen. Mit ihrem Beitrag zu der „Müllkrise 1989/90” im Landkreis Ludwigsburg haben sie die Landesjury überzeugt und einen Preis auf Landesebene errungen.

Die feierliche Preisverleihung hat am 20.09.2019 im Neuen Stuttgarter Schloss stattgefunden, bei dem den Schülerinnen und Schülern der mit 250 € dotierte Preis überreicht worden ist. Ihre Arbeit befasst sich mit dem geplanten Bau eines Restmüllheizkraftwerks (RMHKW) in Tamm/ Wilhelmshof, dessen Planung aufgrund von starken Protesten und Initiativen von Seiten der Bürger 1996 abgebrochen worden ist. Die Hauptproblematik des Baus sind vor allem der Schadstoffausstoß beim Verbrennen des Mülls, sowie die potenziellen gesundheitlichen Schäden. Darüber hinaus haben die Preisträger die politische Partizipation, das Engagement und die Organisation des Bürgerprotestes untersucht und Zeitzeugen befragt.

Die Teilnehmer haben für ihre Recherchen das Stadtarchiv Bietigheim-Bissingen besucht und Einblick in die damaligen Baupläne sowie in Zeitungsberichte erhalten. Desweiteren haben sie Kontakt zu ehemaligen Akteuren aufgenommen, die Befürworter oder Gegner des Baus gewesen sind. Die beteiligten Schüler wollen nun Konzepte zur Müllvermeidung an ihrer Schule entwickeln und haben das Schuljahr 2019 bereits mit einem Müllaktionstag für die 5. Klassen beendet.

Der von der Körber-Stiftung unterstützte Geschichtswettbewerb fand im vergangenen Schuljahr zum 26. Mal statt. Bundesweit beschäftigten sich laut einer Mitteilung der Stiftung rund 5600 Schüler mit dem aktuellen Wettbewerbsthema „So geht’s nicht weiter. Krise, Umbruch, Aufbruch“. Insgesamt 1992 Beiträge wurden eingereicht, so viele wie nie zuvor.

Aus den auf Landesebene ausgezeichneten Beiträgen des Geschichtswettbewerbs werden nun fünf Erstpreisträger ermittelt. Diese sollen am 19. November von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Schloss Bellevue in Berlin geehrt werden.

von Phillip Yan und Leslie Rudolph

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Feierliche Einsetzung der neuen Schulleiterin am Gymnasium I im Ellental

Seit dem 14. Mai hat das Gymnasium I im Ellental mit Nicole Stockmann eine neue Schulleiterin. Am Mittwoch, den 25. September, erfolgte nun auch endlich die offizielle Einsetzung in der vollbesetzten Aula der Gymnasien.

Dass Nicole Stockmann schnell das Herz der Schüler und Schülerinnen gewonnen hat, wurde bei der Einsetzungsfeier bereits zu Beginn deutlich, als der Unterstufenchor unter Leitung von Katharina Hartlieb ein eigens auf sie gedichtetes Begrüßungslied vortrug.

„Wechsel setzen Zeichen“, betonte Andrea Siefert als Vertreterin des Regierungspräsidiums Stuttgart und wies in ihrer Eröffnungsrede darauf hin, dass mit der Einsetzung von Frau Stockmann sowohl bewährte Prozesse fortgesetzt werden können als auch sich neue Impulse und Perspektiven eröffnen. Gerade in Zeiten bildungspolitischer Umbrüche sei es von großer Bedeutung, Veränderungen für die Schüler und Schülerinnen aktiv zu gestalten und diese zu begleiten. Dies sei eine Aufgabe, für die Frau Stockmann aufgrund ihrer Lebens- und Berufserfahrung bestens geeignet sei.

Dieser Einschätzung schloss sich auch Bürgermeister Joachim Kölz an, der auf die gute Beziehung von Schule und Stadt hinwies. „Der Wechsel von Asperg nach Bietigheim-Bissingen war richtig und hat sich für uns alle gelohnt“, unterstrich Joachim Kölz und hob hervor, dass Bietigheim-Bissingen und seine Gymnasien viel vorhätten.

Lobende Worte erfolgten durch den Personalrat, Vertreterinnen des Elternbeirats, der Schülerschaft, der Schulleitung der Ellentalgymnasien sowie von Claus Stöckle als Geschäftsführer der Bietigheimer Schulen. Gemeinsam war allen die Überzeugung, dass Frau Stockmann die herausfordernden Aufgaben als Schulleiterin aufgrund ihrer Offenheit, ihres positiven Auftretens und Wirkens am Ellentalgymnasium I bestens meistern werde. Bereits nach 135 Tagen im Amt befinde sie sich auf dem „Way of Ellental“, wie der Schulleiter des Gymnasiums II, Lutz Kretschmer, hervorhob.

Als letzte Rednerin meldete sich die Gelobte emotional berührt zu Wort. „Die Freude an Anfängen ist Teil meiner Liebe zur Schule“, sagte Stockmann und machte deutlich, dass es, ähnlich ihrem Neuanfang als Schulleiterin, in der Schule täglich und in vielen Situationen „neue“ Anfänge gebe, die das Leben ausmachten. Die Schüler und Schülerinnen auf ihren Lebensweg vorzubereiten und sie zu begleiten, sie zu stärken und zu unterstützen, ein gutes Leben zu führen, darum gehe es für sie in der Schule, in der der Mensch im Mittelpunkt steht. Das Miteinander aller am Schulleben Beteiligter sei hierfür ein wichtiger Grundbaustein.

Der Dank galt auch dem stellvertretenden Schulleiter des Gymnasiums I, Matthias Helmle, der mit großem Engagement die Zeit ohne Schulleiter erfolgreich überbrückt hat.

Den Abschluss der Feier gestalteten erneut der Unterstufenchor sowie die Schüler Henning Dong und Alexander Schütz mit ihrer virtuos vorgetragenen vierhändigen Version von Franz Liszts Rhapsodie Nr. 2.